beschenkt, 8

„Healing a Parent’s  Grieving Heart – 100 Practical Ideas After Your Child Dies“ von Alan D. Wolfelt. Ein Geschenk von Frische Brise  und eine doppelt gute Sache, weil ich auf der Wunschliste sah, dass es nicht lieferbar sei, ausgerechnet jetzt, und dann verschwand es und dann lag es irgendwann in diesem Briefkasten. Es ist ein sehr respektvolles Buch. Es ist keines, das sich leicht am Stück läse, ist aber so nützlich wie zurückhaltend. Vielen Dank Carola.

ein Monat


Wir heizen hier noch nicht. Selbst wenn, wären meine Tipp- und Mausfinger weiterhin kalt. Fast wie ihre Hände, nur nicht so sandig. Große Lust, Sachen zu machen, mich müde ins Sachen-Machen reinzulegen. Zu lesen, nähme ich mir die Zeit dazu. Adventskalender vorzubereiten und Post zu verschicken. Ein Monat und ich komme ans Fühlen ran, als lehnte ich über einem Gatter, und Handausstrecken, aber mehr ist zu anstrengend. (Sich fallenlassen ist Arbeit, dass wissen alle, die gelernt haben in die Dusche zu pinkeln.)
Musste nun erst mein Kind sterben, damit ich zweifellos & gewiss sagen kann, dass ich ein Kind haben möchte? Arg drastisch, so. Dass jemand draufgeht, damit ich mich daran erinnere, dass ich mal Empathie, Hingabe und Schenken draufhatte. Dass „all those feelz“ mich mal nicht erschreckte, sondern aus mir wuchs. Es keimt wieder. Ich will gern was Neues bauen, aber hier ist noch ganz schön Unordnung.

betriebsausflug

open mike. mal nichts hingeschickt. trotzdem fahren, vom schönen zuhaus eingeladen und vier mal grund zum daumen halten. alina, jenya, juan, martin. eins dieser wochenenden, an denen man in restaurants isst und so satt werden kann, dass es eine weile vorhält. darüber muss ich mir keine gedanken mehr machen, seit ich in fester beziehung bin und mit ihr wohne. (ich erinnere mich an die gedanken.) ein wochenende, an dem man fein aussehen gegen frieren abwägt; berlin. ein wochenende, die kamera ohne filmrolleneinheiten auszuführen. ein notizbuchwochenende, kleingeschrieben.
das ende einer woche, ab der es anfängt, richtig weh zu tun. lesungen sind ausflugsanlass, aber es geht auch ohne sie. ich bin außer betrieb.

beschenkt, 7

Auszug aus „Ankleben verboten! – Theorie der Romane.“ von Marlene Streeruwitz, Beilage in der Neuen Rundschau 2/2011

„Zehn Gebote des Schreibens“, 42 verschiedene Autor_innen, 10 verschiedene Übersetzer_innen. Ein Wunschlistenbuch, aber von wem? Auf dem Amazonpäckchen stand eine handgeschriebene Adresse, zu der es auch einen Twitteraccount gibt, aber im Päckchen keine Notiz. Jetzt weiß ich nicht, ob die Adresse nicht vielleicht zu einem Gebrauchtbuchhändler gehört und wenn ja, bei wem ich mich denn bedanken darf? Sag mal Piep!

beschenkt, 6

„Sturm im Mumintal“ von Tove Jansson aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer. Ein Geschenk von Anne, und zwar nicht irgendein Geschenk, nein, ein Buch zu „All Hallow’s Read“. Weil Stürme gruselig sind. Neil Gaiman erklärt, wie’s geht:

Mir kommt es zu spät vor, zur Fastvorweihnachtszeit gruselige Bücher zu verschenken, aber dafür dann nächstes Jahr zwei. Hattivatti-Ehrenwort! Danke Anne.

7 Sachen

7 Bilder von 7 Sachen, für die ich Sonntag meine Hände gebraucht habe. Abgeschaut bei Frau Liebe.

Mit einem Löffel Maultaschen ausgehoben.

Die Hände mit Duftbutter eingerieben.

Wordcount erhöht.

Anderhalb Stunden Geige geübt.

Eiswürfel ausgebrochen und eingelegt.

Eine neue Farbe eingestrickt.

Finger mit Ketchupchipspulver bestäubt.

beschenkt, 5, und Duft

„Mumins lange Reise“ von Tove Jansson, aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer. Ein Wunschlistengeschenkbuch von Susanne. „Bald kommt der Winter“ steht auf dem Buchrücken, das ist fein, ich lese Bücher gerne in der Zeit, um die es in ihnen geht. Habe so zwei Jahre für Peter Kurzecks „Oktober und wer wir selbst sind“ gebraucht, weil ich im ersten Oktober nicht fertig wurde. Die Mumins kenne ich wie Pippi aus dem Fernsehen, weiß aber aus Schnippseln, dass ich sie als Text lieber habe als Pippi. Danke Susanne.

Und ein Päckchen von Caro. Mit Luxusgütern von Lush und Postkarte mit falsch gedrucktem und korrigiertem L. Schaum und der Raum voller Duft. Wusste nicht, was im Geschenkpapier war, da hielt ich die Nase schon in den Umschlag. Mmmh. Jetzt reib ich mir die Hände. I LOVE this stuff! Danke Caro. <3