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Es rumpelt um das Jahr herum. Böller und Bauchweh, aber beides nicht von Bestand. Vom Versuch, einen generischen Jahresverabschiedungstext zu schreiben, melancholisch, gutmütig, mit müde winkender Hand, aber das Jahr passt nicht zwischen die Finger. Der Angelpunkt die US-Wahl Ende letzten Jahres, ein Grausen weit ins neue Jahr hinein. Mit einer Erkältung von mehr als zwei Monaten das zweite Trimester verschwenden. Und dann zur Jahresmitte eine Geburt, ein Baby, beides perfekt, und ich so überrascht, wie weich und zart das alles. Produktiv wollte ich sein, und habe alle Energie in die Produktion eines kleinen Menschen gegeben. Zweite Jahreshälfte politisch nicht minder arg als alles davor, aber mit Baby an der Brust immer dieser Gedanke: Gut sein zu Kindern, sie mit Liebe vollknallen, dass es ihnen an nichts fehlt, dass sie nur Gutes haben, das sie austeilen können. Die Welt verbessern, one human at a time. Das wäre schön. Das wünsch ich mir auch für das Jahr ab morgen.

Für die Silvesternacht habe ich, anders als für Heiligabend, kein Protokoll. Keine Party, keine Pläne. Ein Kind, das von abends bis nachts Mittagsschlaf gemacht hat und sich nicht mehr fürchtet. Älter werden und sich nicht mehr fürchten, Jahr für Jahr, Mittagsschläfe nicht vergessen. Mehr Stühle als an einen Tisch passen. (Lieber auf dem Sofa sitzen.) Wunderkerze, Partyhut. Mehr Mut.

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