20.3.

Ich bin wach. Alleine im Wohnzimmer, alle Einschlafbegleitungen längst abgeschlossen und sogar fast wach genug, um irgendetwas anzufangen. Eine Überraschung, die ich sicher unklug bis in die Morgenstunden herauszögern werde.

Das große Kind möchte abends im Bett, im Halbdunkel, dass ich etwas von früher erzähle. Leicht von der Hand gehen technologische Veränderungen, Internet, Speichermedien für Musik und Filme, Televisions- und Telekommunikationsgeräte. Wir blättern im Nachttischlampenlicht alte Fotoalben durch, ich zeige vor allem auf Telefonkabel.

Heute, später, Themenwechsel. Ich soll mehr erzählen, anderes, also: dass Gewalt gegen Kinder früher erlaubt war, und an vielen Orten immer noch ist. Das Kind verschränkt im Liegen erbost die Arme. Ich will nicht, dass das das Letzte ist, was es in den Schlaf hineinträgt, überlege, ob mir noch etwas einfällt, was früher besser war oder schöner war. Nur: mir fällt nichts ein.

Wie froh ich über die Gegenwart bin. Trotz allem. Wegen allem anderen.

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