Ich kann mich nicht entscheiden, wann Magnolien mir die Liebsten sind. a) Kurz bevor die Blüten sich öffnen, eine Verheißung. b) In voller Blüte, eine Pracht. Oder c) schon halb im Fall, ein Regen, auf Konfettiboden großformatig rosa.

Frühling macht, dass ich mich bewegen will. Jetzt nicht Sport oder so, auch nicht Frühjahrsputz, Fensterwischen, Magic Cleaning, nicht mehr als zu anderen Jahreszeiten, also grad gar nicht. Frühling macht, dass ich irgendetwas ganz neu anfangen will. Ein Buch. Mich bewerben auf eine Stelle, eine Ausbildung, ein neues Studium, oder umziehen, oder. Vor zwei oder drei Jahren habe ich versucht, Flugbegleiterin zu werden, aus einem Frühling heraus. Die schönste Absagemail erhalten, serviceorientiert sozusagen. Dieses Jahr mache ich Inselhopping mit dem Gedanken, mein altes abgebrochenes Studium wieder aufzunehmen, abzuschließen. Ich weiß nicht, ob das geht, ich traue mich noch nicht, zu fragen, was ist eigentlich mit der Eignungsprüfung, aber es flirrt zwischen den Rippen, es könnte etwas sein. Weil ich jetzt weiß, was ich will, weil ich weiß, wie studieren funktioniert, worauf ich mich konzentrieren muss. Ich will, dass sich etwas ins Richtige ändert, über Frühlinge hinaus – das ist nur mein Vormärz.

 

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