2.1.

Wie ich versucht habe, den aktiven Jahresbeginn auf heute zu legen: auf nach dem verschlafenen Feiertag, dahin, wenn die Kinder wieder in professionellen Händen sind und nur ich mich mit meiner Dilletanterei herumschlagen muss. Dann verschlafen wir alle. Machen ganze Nachtwanderungen, von Zimmer zu Zimmer, zu Lichtschaltern und wieder zurück zum Bett, von Brust A zu Brust B und im Kreis durch das Bett, bevor das nächste Zimmer ruft und niemand mehr aufstehen will.

Um neun geht der vernünftigere Erwachsene verspätet zu seiner Lohnarbeit. Ich wechsle das Bett von einem Kind zum anderen, sage, er soll sie alle schlafen lassen, das kleine zu heiß für die Kita, das große schläft tief und fest. Ich bin so müde, ich könnte Schlaf mit Schöpflöffel über die Welt gießen, gönnerinnenhaft. Um halb elf ist das große Kind wach, kommt rüber, knallwach, das kleine arbeitet sich da bereits von einer Milchquelle zur nächsten, klebt mir Popel an die Mamille.

So viel dazu.

Aber das große Kind macht mir ganz alleine eine Tasse Kaffee. Wir spielen, snacken, tanzen bis Youtube-Autoplay bei Blümchen landet. Kurz bevor die Stimmung kippt, kommt der andere Erwachsene früher von der Arbeit.  Er packt die Kinder unter den Arm, Richtung Ikea, Spielplatz, Kleinmarkthalle. Ohne mich. Ich habe alle Nachmittagslichtflecken auf dem Laminat für mich allein und will was daraus machen.

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