Ich habe heute (endlich) Better Than Before: Mastering the Habits of Our Everyday Lives von Gretchen Rubin zu Ende gelesen. Eigentlich wollte ich jede Woche ein Buch lesen, aber das waren fast 400 Seiten, die sich in der zweiten Woche ziemlich zogen. Immerhin was gelernt. Allen Dingen voraus: I‘m not a failure. Ich muss mich nur gut genug kennen, um zu wissen, wie neue Gewohnheiten bei mir funktionieren, und nicht versuchen mich selbst ändern. Laut Rubin bin ich Obliger, Owl, Sprinter/Procrastinator, Underbuyer, Simplicity lover, Opener (hell yes!), Novelty lover, Promotion focused, Small steps lover. Das klingt so alles arg quatschi und ist wahrscheinlich vor allem eine Erinnerung für mich selbst, aber die Erkenntnis daraus ist: ich bin produktiver, wenn ich mir nicht so viel vornehme, ich schaffe Sachen leichter, wenn andere sie von mir erwarten, ich sollte mir nichts Unrealistisches vornehmen (frühmorgens aufzustehen, it’s just not my jam).

Ich erinnere mich, wie ich vor jedem Schuljahresbeginn in mein Notizbuch schrieb, was ich alles schaffen wollte, welche Note in welchem Fach, wie viel ich lernen wollte, wie ich sein wollte, und so weiter. Es verlief sich immer und ich fühlte mich unfähig und nahm mir fürs nächste Halbjahr mit noch fester zusammengepressten Fäusten noch mehr vor. An der Uni ist es oft ähnlich, ich fange zu viele Seminare auf einmal an, will viel leisten und lesen (neben allem anderen off-campus) und habe dabei immer noch das Gefühl, es reicht nicht, ich reiche nicht, so dass ich im November oder Dezember das Handtuch werde und den Beweis für meine Unzulänglichkeit habe.

Jetzt weiß ich: soft zu mir sein, kleine Häppchen, die ich schaffen kann, von denen ich anderen erzählen muss, die ich abends mache, und nicht morgens, das macht es einfacher. Das, was ich machen will, ernst nehmen, aber auch nicht so ernst, damit es nicht so schlimm ist, wenn es mal nicht klappt. Nicht alles auf einmal schaffen wollen, sondern ein paar grundlegende Gewohnheiten etablieren, auf die man dann neue, schwierigere Gewohnheiten bauen kann.  Und damit das alles geht, braucht es eine Foundation, nämlich ausreichend Schlaf, Bewegung, gutes Essen, Aufgeräumtheit. I mean, d‘uh. Aber es funktioniert gerade so gut. Kleinigkeiten, nichts überstürzen. Sehen wir in zwei Wochen weiter.

One thought on “ 14.1. ”

  1. Das hab ich letztes Jahr auch gelesen! 😄 Gretchen Rubin wirkt immer so ein bisschen drüber (lese gerade auch das „Happiness Project“) aber sie zieht schon ein paar sinnvolle Schlüsse und ich mag das sie alles sehr gut anschaulich macht und man für sich was mitnehmen kann. (Auch wenn ich sehr den Kopf geschüttelt habe über ihr Insistieren auf lowcarb, haha).

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