Noch 8% Akku. Ich könnte ein Gedicht dazwischenquetschen, wenn ich eines hätte. Ich habe keines. Ich habe nur noch 7% Akku. Und geflunkert, hier neben mir liegen Gedichte, auf dem night stand, zwischen goldener Brille und Handy. Ich habe Newspaper Blackout von Austin Kleon gelesen & it touched me, lightly. Noch 6% Akku. Eigentlich wollt ich ein paar der Gedichte (Zeitungsartikel mit Edding übermalt, die Gedichte die Worte, die übrigblieben, nicht übermalt sind) hier abtippen, nur die Texte, ohne Schwarzfläche. Schauen, wie sie so aussehen. Ohne die glückliche Überraschung, dass am Ende eines Artikel genau die richtigen Buchstaben für eine Pointe, eine Wendung, den richtigen Moment übrig waren. Aber der Akku reicht nicht. Viele Gedichte zu Teenagern, Sex, Aliens und Texas, ein Muster vielleicht, oder bloß verschiedene Segmente eines langen Artikels, New York Times eben. Aber das Schönste, ja: die Momente, mit Twist, das Gefühl genauso, wie ich es mir von Gedichten wünsche. Ein Flimmern, manchmal oh oder hach. Noch 5% Akku. Ich will das auch ausprobieren, das Buch wirbt dafür mit einer Anleitung, so einladend, dass man denkt, man könne dann sicher einen Haken machen unter dem folkloristische Pfadfindevorsatz Jeden Tag eine gute Tat. Die Zeitung, meiner Wahl, weil ich nicht so viel Auswahl habe: Das Bornheimer Wochenblatt. Use what you have. (Read what‘s in your shelf, 4% Akku, sich morgen wieder was Neues aussuchen können, ich weiß noch nicht was, aber freu mich auf die Aussicht.)

3% Akku. Ich sollte wirklich los, ein Kabel holen. Oder mich umdrehen und schlafen. 2%. —

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