Ein müder Geburtstag. Das Geburtstagskind, oder, wie das große Kind sagt, der Geburtstagserwachsene, ist heute zuhause geblieben, mit bösem Bauch im Bett. Während er schlief, habe ich mit Kind aufgeräumt und Kuchen gebacken. Normalerweise ist morgens alles ready für die Geburtagsperson, Geschenke, Kuchen und Kerze. Heute haben wir ein bisschen so getan als sei mittags morgens. Als er um halb eins aus dem Bett kam, war fast alles bereit. Und ich so müde, dass ich danach nur nickern wollte.

Während ich in Weihnachtsschürze den Flur gefegt hatte, dachte ich an Fashion und Cultural Appropriation. Welche Inspiration deutschweiße Modedesigner_innen aus ihrem eigenen Kulturkreis ziehen könnten, statt nach exotisierten Sachen zu suchen – und, darauf warte ich nämlich noch, zum Beispiel Kittelschürzen reclaimen. Aber dann, Staub mit dem Kehrwisch in die Kutterschaufel, mich gefragt, ob die Leute, die sich leisten können, teure Mode zu entwerfen, wirklich einen Kittelschürzenfamilienhintergrund haben. Und nicht eher einen Perlenohrringefamilienhintergrund. Dann wäre das mit dem Reclaimen auch eher unbehaglich. Naja. Kittelschürzen, think about it.

(Statt Schlaf gab es Trockenshampoo und einen Restaurantbesuch. Viele Gedanken dazu, wie genervt und ungeduldig ich oft gegenüber dem großen Kind bin, weil es so viel kann, dass ich zu viel von ihm erwarte. Manchmal würde ich gerne von vorne anfangen. Und bin jetzt endlich wieder so müde wie heute mittag.)

 

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