Mal nicht schreiben, wenn ich müde bin, sondern wach. Es wäre etwas Besonderes. Es ist besonders, wie oft ich in dieser Woche früh wach wurde und dann auch aufstand. Auf wiewenig Schlaf man durch eine Woche gleiten kann. Heute war es sechs Uhr, als das kleine Kind vom Schlafzimmer zu mir ins Kinderzimmer wackelte, wo ich neben dem großen Kind im Bett lag. Ich liege immer außen, und so trank das kleine Kind im Stehen, vom Bettrand auf meine Brust gelehnt, als stünde es müde an einer Bar.

So früh wach, und so früh wie möglich raus, zum Laufen. Ich bin jedes Mal neu neugierig, wie es sich anfühlt. Wenn man vor acht Uhr auf der Straße ist, liegt die Welt zu allen ausgetreckten Fingerspitzen leer, nur Morgensonne und einzelne Leute mit ähnlichem Anliegen. Ich mag, wie ich Stadtnutzung so aus einer anderen Perspektive sehe. Wer ist wann wie unterwegs. Zum Beispiel Mittagspausenläufer_innen, meistens Männer, die von der behochhausten Innenstadt her auf den Weg einbiegen. Heute früh: Raureif, ein unfotografierbares Glitzern. Ein Mann, der aus dem Liegestütz in die Hocke in den Liegestütz und so weiter hüpft, es sieht sehr anstrengend aus. Aber Anstrengung: Das Schönste daran, mit ihr nachhause zu kommen: Hände im warmen Gesicht. Einen Körper haben und es okay finden.

Später Sahne geschlagen, für die zweite Geburtstagstorte der Woche und ein kleines Fest. Ich respektiere wenig so sehr wie Schlagsahne und Hefe; eine mutwillige Magie, die hinter ihrem Gelingen steckt. Heute ging alles gut. Heute hielt alles zusammen.

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