2.2.

 

Einen Machtkampf gehabt, in der S-Bahn, mit einem Sicherheitsheini. Eigentlich pipi, das alles, aber naja. Ich wollte mich an der Tür anlehnen. Nicht gegen die Tür, an der Abteilabtrennung neben der Tür. Auf der Seite, auf der ich an der nächsten Haltestelle eh aussteigen wollte. So wie ich es immer mache, wenn die Bahn grad nicht so voll ist, dass ich nicht an diese Stelle durchkomme. Ich laufe direkt zur Tür, wie gesagt wie immer, und dieser Sicherheitspeter stellt sich mir in den Weg, breitet die Arme und die Beine aus, so als hätte er beim Stopptanzen einen Hampelmann angefangen, als die Musik ausging. Sagt, ich dürfe da nicht hin, das sei verboten. Ich frage überrascht warum und er antwortet, mit einem Grinsen, als sei ich etwas dumm, das sei immer so, aus Sicherheitsgründen, damit er den Blick auf alles hat. Das geht ein bisschen hin und her, bis ich aufgebe. Es ist nur eine Haltestelle, ich kann mich auch mit der Hand an der Stange festhalten, an der ich ja eh lehnen wollte, und mein Buch einhändig lesen. Ordungs- und Sicherheitstypen, die sich aufspielen, traue ich ähnlich wenig wie der Polizei, ich muss es nicht drauf anlegen, mich nicht mit ihm anlegen. Am Ende steht er so im Ausgang der Tür, dass er nicht nur mir im Weg ist, beim Aussteigen. Ich glaube nicht, dass ich ihn wiedersehen werde, aber boy, war ich genervt.

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