Heute war ich auf meiner ersten Kleingartenversammlung. Eine sehr homogene Gruppe, dann durften sich Neupächter_innen (das _innen nicht gesagt) vorstellen, oder wurden vorgestellt. Beim einzigen migrantisierten Mann in der Runde, betonte die Obfrau, wie besonders gut er und seine Familie sich, und ich dachte erst, Alter, sagt sie, wie gut er sich integriert habe, aber sie sagt, wie gut sie sich eingefügt haben, er und seine Familie, und alle applaudieren oder klopfen auf den Tisch, mit mehr Vehemenz als bei den Neupächter_innen davor, und es ist mindestens weird.

Später stand ich im Nieselregen. Mitten im Beet, im Matsch. Sonne im Südosten, eine größere, grauere Regenwolke, die von Westen Richtung Osten wanderte. Der Regen ein Staub oder Flaum, es ist angenehm und ich schaffe es, Beet drei von vier locker zu machen. Ehe wirklich Regen einsetzt, das, was dem Namen gerecht wird, kalt, nass, Wind, der Klassiker. Zügig zur Hütte, ich warte mit Notizbuch unter dem Vordach, bis es besser wird, aber es wird nicht besser

Nachmittags endlich das Erste gesät, für meine kleine Aufzuchtstation über der Heizung. Tomaten, Kürbis, Aubergine, Fenchel, Paprika, Jalapeño, Luffa und Liebstöckl. Ich hab noch nicht ganz raus, ob ich zu früh oder zu spät dran bin. Definitiv zu spät ist es, um die Erde und Anzuchtöpfchen neben der Spüle aufzuräumen. So müde, es ist keine Neuigkeit. Könnte ich mit offenen Augen tauchen, ich würde meinen Kopf in eine Schüssel kalten Kaffee tunken. Aber nicht trinken, damit ich nachher noch einschlafen kann.

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