17.3.

Es ist so banal. Die Tricks, die Atmen und Stille im Ärmel haben, was das beides wieder gut machen kann. An Schmerz, sensorischer Überforderung, und so weiter.

Am Wochenende keine Zeit für nix haben, oder keine Zeit für alles, was man alleine mit sich machen kann, sondern nur Lohnarbeit, Kinder, Nahrungsaufnahme und dazwischen ein bisschen scrollen, selbst auf dem Klo immer in Begleitung, Sie kennen das. Also eben, weil ich noch wach genug war, oder noch nicht zu zerstört, drei Yogavideos hintereinander abgehakt. Jetzt ist mein Atem wie Butter, oder: wie eine blaue Schleife. Ein Bild hinter Lidern gemalt bei etwas, das man Meditation nennen kann. Eine ultramarinblaue Schleife, beim Einatmen aus Seide, beim Ausatmen aus Samt. Am Ende ist es nur Rumsitzen und atmen, aber wie nice ist denn bitte Rumsitzen und atmen.

Was ich heute nämlich gemacht habe, als ich dachte, das nächste laute Wehklagen Spielzeugwerfen Türenknallen zündet eine Bombe. Für eine Viertelstunde in mein Zimmer gegangen – eine Werkstatt turned Teeny-Zimmer turned Gästezimmer turned Rumpelkammer turned Arbeitsplatz turned Rumpelkammer again. Ein immerhin leerer Schreibtisch, ein Spiegel auf den Licht fällt, ein knospender Baum vorm Femster und gegen den Krach aus dem Stockwerk darunter anatmen.

Die Schleife, ein Loop aus heben und senken. Je ruhiger ich werde, umso mehr verwäscht ihr Blau, wird Wasser. Und ich jetzt so soft, ich weiß nicht, ob ich Samt oder Seide bin.

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