Als Grundschulkind habe ich im Sportunterricht immer (und ausschließlich) gewonnen, wenn wir Meister der Ruhe gespielt haben. Einfach so lange rumliegen, ohne sich zu bewegen, bis die Sportlehrerin das Spiel für beendet erklärt, und wer am Ende noch liegt und nicht voher rausgezogen wurde – Winner! Der eigentliche Gewinn war es aber, einen Platz auf der dicken Sportmatratze zu schnappen, die die sonst mit einem langen Band mit Schnappverschluss an der Wand angeschnallt war, mit Wums umgekippt, ein komfortables kühles Meer und ich tat darauf, als würde ich schlafen. Blieb liegen, als das Spiel schon abgeblasen war, oder versuchte es zumindest. „Frau J., die Nicole ist eingeschlafen!“

Jetzt schlafe ich als einzige nicht, bleibe als einzige übrig im Waschsein, also offiziell. Das Baby erzählt im Schlafzimmer noch Stories, nei nei nei neu na usw., aber da ist das Licht aus, Schlafenszeit, schon seit hundertmillionen Stunden. Das große Kind schläft heute auf einer faltbaren Mitnehmmatratze, ich hab erst „nee, lieber nicht“ gesagt, weil ich fürchtete, das sei zu unbequem, um einzuschlafen, aber es erinnerte mich daran, dass es damit bei der Kitaübernachtung ja auch ganz gut geklappt habe. Touché. So habe ich gleich das ganze schöne 90cm breite Bett für mich, für Meisterin der Ruhe, aber weicher, zugedeckter und so lang wie ich will. Vielleicht.

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