Ich bin nicht gut darin, Kontakt zu halten. Abseits von der Dynamik, dass Leute, die passiv aggressiv „meld dich doch mal!“ sagen, sich in der Regel selbst nicht melden, aber via Erwartungshaltung vor der erneuten Kontaktaufnahme die dazugehörige Arbeitsteilung festlegen (Variante 1: „Du meldest dich ja nie!“ Variante 2: „Ach, meldest du dich auch mal?“), auch abseits von diesem Spiel bin ich nicht gut darin, mich zu melden.

Wenn ich da bin, bin ich da, offen, nah, mit Leichtigkeit in other people’s service, aber ich biete das nicht aktiv an, will mich nicht aufdrängen. Aufraffen, ein Kraftakt. Wieviele Menschen ich so mag, ohne, dass wir uns sprechen. Aber auch: wie gut die Beziehung zu meinen Kindern, meinem Partner ist, nur weil wir zusammen wohnen, ich nicht mühsam Kontakt herstellen muss, sondern sie jeden Tag sehe. (Wie es wäre, andere Menschen täglich nah zu sehen?)

Und dass das einmal anders sein wird. Wie ich an idealisierten Vorstellungen hänge, dass Eltern und Kinder nicht getrennt werden dürfen. Wie es, auch bei körperlicher Gewalt, ein Albtraum für mich gewesen wäre, von meinen Eltern getrennt zu werden, aber dann wohnt man irgendwann nicht mehr zusammen und die Zeit und die Distanz erledigen von selbst, was man vielleicht nicht wollte. How we slip away from each other.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s