29.4.

Während ich noch mit mir selbst diskutiere, ob ich schlafen gehen soll oder nicht, weil ich eben vier Stunden für eine Hausaufgabe gebraucht habe, zu lang, weil müde, vertrödelt, das neue Album von Caroline Shaw zu laut neben mir, während ich überlege, ob ich meine andere Hausaufgabe für morgen gleich mache oder nach einer großen Portion Nudeln in Salbeibutter, letztere frisch eingefroren, während ich überlege, was ich den Kindern morgen früh für den zweiten Teil der Kitafotografirerei anziehen soll, ich bringe sie in die Kita und muss topfrüh wach sein, ich könnte wach bleiben und das nicht verpassen, während ich also all das vor mich lege, fallen mir die Augen zu. Lege ich den Kopf mit den Augen voran auf den Schreibtisch. Es ist halb drei und ich weiß nicht, ob ich mich mit Gewalt wachhalten kann oder doch zu kurz schlafen will, mit dem Risiko auf Stress und hastige Entscheidungen, aber es bleibt wahr: ich bin nicht gewalttätig genug, ich bin ein weicher Blob, der nachgiebig in alle Lücken schwappt. Also schlafen und also warum hab ich das nicht vorher und also ein Klingeln im linken Ohr es singt mich in  die Stille.

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