Schon wieder so lange her, zu lange, um bei Draußen nur Kännchen zu finden zu sein (aber wie immer dort alle anderen, die nicht zu spät sind), beinah zu lange, um mich an den Tag zu erinnern. Ein Donnerstag, das sagt der Kalender. Die Sonne knallte in den Tag, das sagen die Fotos.
Den Tag mit einem Orgasmus beginnen. Truth be told, das Kondom war daran eher nicht beteiligt.
Weiter mit weniger vergnüglichen Aufgaben. Die Wassermelone unten links ist übrigens nur eine grüne Schüssel, durch die Mehlreste schimmern.
Die Küche aufgeräumt, dabei Platz geschafft, um etwas Befriedigenderes machen zu können. Selbstgemachte Kürbisgnocchi kochen zum Beispiel.
Auf ein Date gefreut, Date wurde abgesagt. Schade.
Stattdessen Date mit mir selfie.
Und ein Pflichtdate mit meiner Tastatur. 282 Tage 750words am Stück, 2082 Worte an diesem Tag. Komplett ohne Copypaste-Schummeln.
absage für das zweite Date des Tages erhalten. Screw you, sicknesses! Ich hatte darauf gehofft, raus zu gehen und den Tag damit zu verbringen, coole Leute zu highfiven, aber das fällt wohl aus.
Drinnen bleiben und Genesungskarten basteln.
Dann doch noch draußen, um das Kind abzuholen. Die Dämmerung hat den Tag einholt. Der Blick vom Eingang der Krippe auf den alten jüdischen Friedhof im November. (März, Mai, Juni)
Spielplatzbesuch. Das Kind kann so hoch klettern, das meine Hände nicht heranreichen und das ist für mich gruseliger als für es selbst.
Neue Schienen, ältere Abendroutine. Husch husch husch, tuut tuut.
Einschlafbegleitung, mit Ipad. Ich finde darauf ein Foto vom Vormittag, als ich wahrnahm, wie warm es an diesem Tag werden soll, und hell, und mir vornahm, ihn draußen zu verbringen, um meinen Vitamin-D-Balken aufzuladen. Was dann hat das gar nicht geklappt, oder halt zu spät. Immerhin: Das Licht sah auch von drinnen nicht schlecht aus.






Mit dem Licht wachwerden, unter Wasser. Mein Shampoo riecht so weich wie die Fensterscheibe leuchtet. Ich föhne und kämme meine Haare zur Feier des Tages.
Mich endlich wieder morgens an die Tatstatur gesetzt um meine 750 Worte zu schreiben, nachdem ich sie eine Woche lang nachts vorm Schlafengehen ins Textfeld schummelte. Es geht viel leichter so.



Für den Abend allein habe ich geplant, Serien zu stricken, äh, Serien zu sehen und zu stricken und Kakao zu trinken, aber dann bin ich gar nicht allein, sondern führe Gespräche über Lyrik, Wohnungen und erste Küsse und das ist auch sehr schön.




















