10.2.

Ich habe einen Knoten aus angeschwollenen Adern, miteinander verknubbelt wie ein Ball aus Gummibändern, und ich bekomme ihn nicht gelöst. Fünf Millionen Gummibänder, die eine unsinnige Studie einwickeln. Fünf Millionen Euro – in was man sie investieren könnte. Ich wünschte, es wäre leicher, ich wünschte, ich könnte mich mit einem Hechtsprung zwischen dieses Geld und Spahn werfen, but that’s just not how any of this works. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht mehrere klaffende Lücken im Gesundheitsbereich, die Menschen mit Uterus betreffen. Wenn man da mal was machen will. Oder, Gesundheit etwas größer gedacht, der dringende Bedarf an Mitteln im Gewaltschutzbereich. Der Kreissaal des Krankenhauses, in dem ich arbeite, hatte letztes Jahr regelmäßig Schilder ausgehängt, dass er wegen Unterbesetzung das Wochenende über geschlossen sei. Seit Januar ist er komplett zu. Die Auswirkungen des Hebammenmangels auf die seelischen Folgen von jungen Müttern wäre so ein Thema, wenn Jens seelische Gesundheit wichtig ist, oder zu Gewalt in der Geburtshilfe und ihren Folgen, da steckt der Forschungsstand in Deutschland nach meiner Kenntnis (und Datenbanksuche) noch in den Babyschuhen (oder soll ich sagen Fötusschuhen).

Was ich mich frage: Wer bekommt das Geld, um diese Studie durchzuführen? Nach welchen Kriterien wird die Studie durchgeführt? Nach welchen Kriterien werden die ausgesucht, die sie durchführen, wie unabhängig sind sie? Sitzt gerade jemand mit dem Po auf der Kante eines_ihres Bürostuhls und wartet auf die Details, um als erste_r einen Drittmittelantrag zu schreiben?

(Eigentlich wollte ich, weil der Knoten klemmt, weil Wut mich meistens müde und wund macht, nicht darüber schreiben. Lieber ein Gedicht abtippen, als Ersatz für den Tag. Jetzt bin ich nur noch müde.)

9.2.

Die Augen algensandig. Meerschaum wusch darüber, ein wenig, und es fühlt sich an,  als hätte ich einen long good cry hinter mir, mal was rausgeheult, was andere auf dem Hometrainer rausschwitzen. Sweat like no one is watching.

Ich hatte heute die Möglichkeit in der Hand: ein zwei drei Wochen ohne Kinder sein zu können. Die Möglichkeit: ich ein Pfefferkorn und sie der Mörser, der mich mit einer drehenden Bewegung aufdrückt. Die Möglichkeit. Zu schreiben, zu lesen, zu singen. Zu verreisen in vier Himmelsrichtungen, nach Norden, nach Nordosten, nach Westen, nach Südosten. Freundinnen treffen, Karaoke singen ohne Curfew, ausschlafen, durch die Stadt flanieren, ohne einen Snack parat haben zu müssen, auf Aufzüge angewiesen oder jede scrollende und verträumte Minute von einem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit unterbrochen. Letting oneself go, die Möglichkeit.

Und mit ihr Angst. Was, wenn wir alle weinen. Was, wenn wir uns nicht wiedererkennen. Was werde ich verpassen.

Ich frage mich, ob ich Angst habe, die Kinder zu vermissen, oder nur zu feige bin, mich darauf einzulassen so lang am Stück konzentriert an etwas zu arbeiten und neue Sachen zu sehen. Mich überraschen zu lassen. Wie lang das her ist, wie unproduktiv es eigentlich war. Ich weiß nicht, welchen Abstrich ich machen will. Ich überlege noch und kratze krümeliges Sekret an der Tränenkarunkel vorbei. Auch ein Salzkristall, of sorts.

8.2.

Einen Piloten getroffen, in einer Situation, in der ich fasziniert vom Fliegen war, wie es sich anfühlt. Und ihn gefragt: wie fühlt es sich an. Er hatte vorher erzählt von seiner Arbeitsroutine, zwei Umläufe im Monat, das heißt zwei Wochen arbeiten, unterwegs sein, Langstrecke. Und zwei Wochen nicht. Dass er sechzig Stunden im Monat arbeite, so ungefähr. Ein junger Mann, sicher ungefähr in meinem Alter, ruhig, glatt, abgeklärt. Wie es sich anfühle? Naja, es sei halt Arbeit. Wie Autofahren, nichts besonderes. Ich überlege, was noch magischer sein könnte, und frage ihn nach Polarlichtern, ob er die schon gesehen habe. Ja, auf der Strecke nach Nordamerika, über Grönland ist die Strecke kürzer. Naja, Kollegen seien da mehr hinterher, aber nach dem zweiten Mal haben die Lichter ihren Reiz verloren. Seien halt grün.

Mehr nicht.

Und ich lasse den Versuch los, herauszufinden, was ihn begeistert. Denke, wenn ich Pilotin wäre und zwei Wochen im Monat frei hätte, was würde ich damit machen. Was man damit alles machen könnte. Aber was man alles in vier Wochen machen kann, wenn man nicht Pilotin ist. The magic.

7.2.

Wie ich denke, heute gehe ich mal richtig früh ins Bett, so vor Mitternacht. Aber dann mache ich doch was anderes, oder mache nichts und denke darüber nach, was ich so machen könnte, weil jemand auf mir liegt und verhindert, dass ich aufstehe und etwas mache. Die Schubladen des leeren Kleinteilemagazins wieder einräumen, das ich zum Entertainment auf den Fußboden gestellt habe. Mich unter der Strumpfhose am Knie kratzen. Mal pipi. Das kleine Kind krabbelt mit den Fingern der rechten Hand auf meinem nackten Bauch herum, mein T-Shirt ist hochgerutscht. Die Finger krabbeln weiter zur Brust, aus der es gerade trank. Die will es nicht, es sucht, und kann die andere Brust nicht finden, weil es bereits mit dem Kopf darauf liegt.

Wie ich denke, ich habe eine Chance immer noch früh ins Bett zu gehen, es ist noch nicht mal halb zwölf. Das kleine Kind ist mittlerweile fertig mit der Brust, die es sucht, liegt auf meinem Bauch und lässt sie nicht mehr aus den Fingern. Früh ins Bett gehen bringt nichts, wenn ich es neben mir schlafen lasse, ich will lieber ins enge Bett zum anderen Kind, da schlafe ich nicht dünn, sondern durch.

Dann gelingt mir die Flucht ins Bad, ich kann die Strumpfhose ausziehen und mich kratzen, das Kleine bekommt eine Milchflasche vom Vater, ich habe auch keine Stories mehr parat außer Sachen, die sogar für mich zu peinlich (as in: pinsam, siehe peinvoll) zum öffentlich sagen sind, und dass das große Kind sich die Walzer-Grundschritte von mir abgeschaut hat und für sich selbst weiter übte, zur Elektrodisko aus dem Spielzeugflügel.

Das Kleine ist nicht zufrieden, ich sitze noch auf dem Klo, es hat die Flasche leer getrunken und schreit, wird in den Schlaf gestreichelt, hoffentlich, ich höre es atmen und halte den eigenen Atem an, wage nicht, die Spültaste zu drücken, ehe ich ein okay höre, aber dann höre ich es wieder schreien. Als ich denke fuck it, doch spüle, meinen Kram aus dem Wohnzimmer zusammensammle und mit halbem Bein im Schlafzimmer stehe, wird das Schreien zum leiser und leiser gestreichelten Knottern. Luft anhalten, ein Husten, Luft anhalten, nicht bewegen. Luft anhalten, es atmet ruhig und schwer.

Wie das große Kind, bei dem ich jetzt liege, Minuten vor Mitternacht.

6.2.

Noch 8% Akku. Ich könnte ein Gedicht dazwischenquetschen, wenn ich eines hätte. Ich habe keines. Ich habe nur noch 7% Akku. Und geflunkert, hier neben mir liegen Gedichte, auf dem night stand, zwischen goldener Brille und Handy. Ich habe Newspaper Blackout von Austin Kleon gelesen & it touched me, lightly. Noch 6% Akku. Eigentlich wollt ich ein paar der Gedichte (Zeitungsartikel mit Edding übermalt, die Gedichte die Worte, die übrigblieben, nicht übermalt sind) hier abtippen, nur die Texte, ohne Schwarzfläche. Schauen, wie sie so aussehen. Ohne die glückliche Überraschung, dass am Ende eines Artikel genau die richtigen Buchstaben für eine Pointe, eine Wendung, den richtigen Moment übrig waren. Aber der Akku reicht nicht. Viele Gedichte zu Teenagern, Sex, Aliens und Texas, ein Muster vielleicht, oder bloß verschiedene Segmente eines langen Artikels, New York Times eben. Aber das Schönste, ja: die Momente, mit Twist, das Gefühl genauso, wie ich es mir von Gedichten wünsche. Ein Flimmern, manchmal oh oder hach. Noch 5% Akku. Ich will das auch ausprobieren, das Buch wirbt dafür mit einer Anleitung, so einladend, dass man denkt, man könne dann sicher einen Haken machen unter dem folkloristische Pfadfindevorsatz Jeden Tag eine gute Tat. Die Zeitung, meiner Wahl, weil ich nicht so viel Auswahl habe: Das Bornheimer Wochenblatt. Use what you have. (Read what‘s in your shelf, 4% Akku, sich morgen wieder was Neues aussuchen können, ich weiß noch nicht was, aber freu mich auf die Aussicht.)

3% Akku. Ich sollte wirklich los, ein Kabel holen. Oder mich umdrehen und schlafen. 2%. —

5.2.

„Rate mal, was ich heute gemacht habe! Da kommst du nie drauf!“

„Deinen Führerschein? Einen Handelskrieg mit den USA angefangen?“

„Ja, okay, vielleicht ähnlich anstrengend.“

Ich habe heute etwas gemacht, was ich in meinem Leben noch nie gemacht habe, also freiwillig*. Ich habe Sportkleidung und Mütze angezogen, nur Schlüssel und Handy mit Kopfhörern mitgenommen, und bin im Park laufen gegangen. Warum? Weil ich neugierig war, wie es sich anfühlt. Wenn andere Menschen das machen, ohne weightloss goals oder so einen albernen Schnickschnack, wenn sie es machen, weil es ihnen gut tut oder Spaß macht, dann möchte ich wissen, wie das funktioniert.  Warum tun die das, ist das nicht langweilig? Und anstrengend?

Was ich also ungefähr gemacht habe: im Minutenintervall Laufen und Gehen abgewechselt, mit Aufwärmzeit, fünf Minuten gehen, und Abwärmzeit, für den Heimweg. Was ich gelernt habe: dass sich das anfühlt wie Wehen haben. Der beste Moment ist, wenn der Begleitpodcast mir ein Zeichen gibt, langsamer zu werden, der Schmerz nachlässt und ich wieder Luft holen kann. Bis die nächste Schmerzwelle kommt und ich mich auf meine Atmung konzentrieren muss. Der zweitbeste Moment die lange, heiße Dusche danach. Auch nicht zu verachten: das nicht tun für Noten oder damit andere Menschen zusehen und eine Meinung dazu haben. Ich bin ihnen auf die beste Weise egal. Es ist ein Experiment, nur für mich. Kein Ziel; ich will keinen  Marathon laufen, mein Körper ist genau richtig, wie er ist. Nur gucken, wie es sich anfühlt, vom Herzschlag bis zum Wind in den Wimpern, nur gucken, was ich sehe, unterwegs.

Noch viel besser: ich habe gerausgefunden, dass ich meine Ipad-Tastatur auf Rumänisch umstellen kann und so, wenn ich abends meine fünf Rumänischlektionen mache, nicht mehr ă und â via Copy-Paste aus dem Browser in die App tragen muss. Jetzt muss ich nur noch lernen, die beiden zu auseinanderzuhalten.

_

* Stimmt nicht ganz. Ich bin mal mit einer Freundin zum Laufen mitgekommen, freiwillig, weil ich neugierig war, was sie da macht, ob es was für mich ist. Und um sie zu begleiten, etwas mit ihr zusammen zu machen. Aber dann war ich das 5. Rad am Wagen zwischen ihr und ihrer Essstörung, noch dazu ein platter Reifen, auf halber Strecke abgefallen und liegengeblieben. Nie wieder.

 

4.2.

Vor zwei Tagen twitterte ich, in der Straßenbahn, halb aus der Hüfte geschossen: „These: wie gleichberechtigt in einer Heterobeziehung die Haus- und Carearbeit aufgeteilt ist, erkennt man daran, wer für die Wäsche verantwortlich ist.“

Ich hätte statt These auch Hot Take schreiben können, und erläutert habe ich auch nicht, was ich gemeint habe. Ich glaube, es wurde gelesen als: „Wer in einer Heterobeziehung die Wasch-Arbeit gleichberechtigt aufteilt, führt eine gleichberechtigte Beziehung. Das mag stimmen, ist aber keine zwingende Bedingung, eh klar. Oder wie ein Test: Mein Mann macht die Wäsche, also habe ich gewonnen.

Bevor ich in die Straßenbahn eingestiegen bin, war ich mit meiner Familie bei einer befreundeten Familie zu Besuch. Kurz bevor wir gingen, erzählte der Vater, eher nebenbei, dass er für die Wäsche verantwortlich sei. Und ich denke: Oha! Eher selten, oder? Ich habe vor ein paar Wochen ja schon über die Konmarie-Serie nachgedacht, und darüber, was die Sendung erzählt oder offenlegt über die Verteilung von Arbeit, und ja, Wäsche ist auch da (vom schwulen Paar abgesehen, because obviously) nicht Männersache. Aber: Hier bei uns zuhause bin nicht ich für die Wäsche verantwortlich, sondern mein Partner. Ich finde, wir teilen uns die Haus- und Carearbeit ziemlich fair*. Ich habe auch den Eindruck, dass das Paar, das wir besucht haben, und bei dem ebenfalls der Mann für die Wäsche zuständig ist, eine ziemlich gleichberechtigte Beziehung führt und sich Haus- und Fürsorgearbeiten so fair wie möglich teilt. Mit zwei Paaren ist mein Sample Size jetzt nicht so aussagekräftig, und eh alles anekdotische Evidenz. Aber ich frage mich doch, ob nicht mehr dahintersteckt.

Das hat vor allem mit der Geschichte von Wäsche als sehr spezifischer und gegenderter (Haus-)Arbeit zu tun. Nicht nur, dass Frauen in Privathaushalten für die saubere Wäsche ihrer Familie verantwortlich waren; in Zeiten ohne Waschmaschine etc, war es auch outgesourcete Arbeit, die arme und marginalisierte Frauen für Fremde übernahmen, um Geld zu vedienen, in der Regel in ihren eigenen Wohnungen. Außerdem eine körperlich sehr anstengende Arbeit. Ich muss auch denken an chinesische Wäschereien im 19. Jahrhundert in den USA, sozusagen als Familienbetriebe, und die sexistischen Stereotype vor allem gegenüber chinesischen Männern, die diese aus westlichen Blick als unverrückbar weiblich angesehene Arbeit gemacht haben.

Die Norm, das Wäschewaschen eher unmännliche Arbeit sei, hat sich bis in die Gegenwart gehalten. Wäsche ist auch jetzt eine Hausarbeit, für die bei Hetero-Paaren überproportional viele Frauen verantwortlich sind. (Siehe z.B. „Die Korrespondenz von normativen Vorstellungen und Handeln – Das Beispiel männlicher Hausarbeit“, von Grunow und Bauer, in Comparative Population Studies; Vol 39, No 3 (2014)). Und anders als Kochen ist Wäsche nicht unbedingt eine Arbeit, die Lustgewinn verspricht oder sich leicht als Hobby eignet. Von @Sammelmappe den Hinweis bekommen, das in einer anderen Generation als meiner vor allem Kloputzen ein Streitpunkt war. Den Punkt finde ich gut, auch ein Faktor, der viel über Geschlechterverhältnisse, Gerechtigkeit und Macht in Paarbeziehungen erzählen kann. Aber wenn das Klo nicht regelmäßig geputzt wird, ist das zwar nicht so schön, die Folgen erscheinen mir trotzdem eher gering. Wäsche muss gemacht werden. Wenn die Wäsche liegen bleibt,  bricht die innerfamiliäre Infrastruktur zusammen. Wäsche sammelt sich. Wäsche hört nie auf. (Wäsche! hört! nie! auf!)

Wäsche ist auch besonders, weil sie so sichtbar ist, Wäscheberge, die sich in der Wohnung stapeln, aufgehängt an Leinen vor dem Haus, auf Wäscheständern in der Wohnung oder auf Balkonen. (Okay, manche Leute haben Trockner. Aber dann muss der Haufen aus dem Trockner immer noch weiterverarbeitet werden.)

Bei uns trägt H. die Wäsche vom Wäscheschrank zur Waschmaschine in der Küche, füllt Waschpulver ein (ich müsste ihn fragen, um die Dosierung zu erfahren), programmiert sie auf die richtige Zeit, holt sie raus, trägt ein Stockwerk höher auf den Trockenboden, hängt sie auf, hängt sie wieder ab, faltet sie, trägt sie runter, räumt sie in den Schrank. (Gebügelt werden hier nur Bügelperlen.) Das alles abends, nach der Arbeit, und zwar fast jeden Tag. Ich habe mich und habe ihn am Anfang unserer Beziehung gefragt, ob das nicht ungerecht verteilt ist, aber es ist okay für ihn, er fühlt sich dafür verantwortlich und macht es einfach.

Meine erweiterte These ist also, dass wenn bei einem Heteropaar der Mann für die Wäsche (allein-)verantwortlich ist, die Haus- und Carearbeit mutmaßlich gerecht aufgeteilt ist. Vor allem wenn Kinder ins Spiel kommen, die diesen Arbeitskomplex in der Regel zu ungunsten der Frau verschieben, kann es ein gutes Gegengewicht sein, wenn der Mann ausgerechnet für die Wäsche zuständig ist.

Das heißt jetzt alles nicht, dass ich Hetero-Beziehungen, in denen die Frau die Wäsche allein macht, per se für weniger gleichberechtigt halte oder mit Zeigefinger daneben stehen will. Weil das in der Realität eh alles komplexer ist und von viel mehr Faktoren abhängt. Sondern eher, dass ich finde, dass Wäsche, sowohl in der Gegenwart, als auch sozial- und kulturgeschichtlich, ein wichtiger und super interessanter Indikator ist, um etwas über Geschlechterverhältnisse zu lernen. Schmutzige Wäsche lesen, sozusagen.

(Der Witz: Heute war ich mit dem kleinsten Kind alleine zu Hause. Während ich für uns Reste aufwärmte, öffnete es die kurz voher fertig durchgelaufene Waschmaschine und fing an, ihren Inhalt auszuleeren. Also habe ich schnell einen Wäschekorb geholt, damit nicht alles auf dem Boden landet. Bei Bettlaken assistiert. Applaudiert und mich beim Kind bedankt.  Und gedacht, na,  wenn ich den Korb jetzt hier stehen lasse, stinkt er sicher. Also habe ich mir Korb und Kind geschnappt, und habe, ausgerechnet heute, die Wäsche mal selbst aufgehängt.)

_

*H. gerade vorm Schlafengehen noch mal gefragt, wie fair er die Aufteilung von Haus- und Fürsorgearbeit bei uns findet. Er sagt: „Ich hab das Gefühl, du machst ganz viel, und ich geb mir Mühe genauso viel zu machen“. Ich muss lachen, denn: mir geht es meistens ganz genauso.