3.4.

Wie ich abends sonst zu müde bin für Yoga, es vor dem Mittagessen schaffe, oder eben nicht, aber heute habe ich ein Nickerchen gemacht, einen richtigen Sofaschlaf von 18 bis 21 Uhr, und war gerade wach genug. Habe mich wenig ambitioniert bewegt, ein bisschen geatmet, ein paar Muskeln angespannt, und jetzt, im Bett, dieses Gefühl! Als sei mein Körper ein eigenes, ein doppeltes Kissen für sich selbst.

Den Knoten gelöst, was ich im Sommer machen will und wann mit wem, ich bin fast erholt vom dran Denken allein. Ein Teil davon ohne (eigene) Kinder, fast ein Writing Retreat in meiner Fantasie. (Hoffentlich nicht für Hausarbeiten.)

On the other hand, aufs Herz: nicht geschafft, was ich gestern Nacht noch vorhatte, einfach direkt die Augen zu, ich wollte ja früh raus. Viel Mühe gegeben, um schnieke Kinder in der Kita abzugeben und dann wurde der_die Kitafotograf_in krank. Bis er_sie wiederkommt ist immerhin eine gute Deadline, die Kinderkleiderschränke zu aktualisieren.

2.4.

torn between }

Der Tag, der nicht genug Stunden hat, aber eigentlich hat er mehr als genug, es ist der Teil des Tages, wo man wach ohne Kind sein kann und warum muss man schlafen wollen, ist es wirklich nötig, ich will doch noch –

Seminaranmeldungen machen was schreiben eine Collage basteln in einem Buch lesen Serie gucken und stricken Mails schreiben die Spülmaschine na gut ich will nicht aber sie

und so weiter, aber ich sollte nicht zu spät ins Bett gehen, nur weil die Amseln vorm Haus um halb zwei Uhr abgehen, als könnten sie morgen ausschlafen, ich nicht, ich will die Kinder in die Kita bringen, ich will sie kleiden für den_die Kitafotograf_in. Abends festgestellt, ganz klassisch, das große Kind hat nichts anzuziehen. Das kleine Kind schon, aber nichts, was zur Kleidung des großen Kindes passt, die ich via Ausschlussverfahren als mittelmäßig akzeptabel ausgesucht habe. Bin ja nicht so, sonst, aber sollte vielleicht mehr. Das große Kind trägt oft was schmutzig oder kaputt ist, was nicht seinen eigenen ästetischen Ansprüchen entspricht, eigentlich (bunt, wie rot, lila, gelb, grün, nicht blau, gerne Erdbeeren, gerne Eichhörnchen). Es trägt auf, was wir geschenkt bekamen, was die Oma neu verschenkte (schwarz, blau, matschfarben, Monster, Baustellenfahrzeuge). Es ist mir eigentlich egal, hauptsache angezogen, aber dann ist es mir wieder nicht egal, siehe Kitafotograf_in. Statt

Seminaranmeldungen Collage Buch Serie Wolle Mails Spülmachine

werde ich heute, jetzt, gleich fünf schöne Kinderkleidungsstücke auf Gebrauchtseiten kaufen, mein letztes To Do-Listenitem für im Halbliegen. Auch das Arbeit, mühselig verscrollte Zeit und das Schwierigste ist, mich zu entscheiden. Hilft nicht für morgen, aber es hilft. Do your magic, public accountability.

1.4.

Still doing this, gegen alle Müdigkeiten. Diese Variante ist neu, die Zeitumstellung hat mich ausgeknockt. Immerhin, die Kinder kommen klar. Ich habe gute Dinge vor und bringe die Kinder diesmal selbst in die Kita, damit ich danach schon wach bin für den Tag, aber am Abend hängt mir das nach, die Nacht ging bis vier.

Apropos hängen: heute kopfüber die frischgewaschenen Haare gebürstet, vor dem großen Schlafzimmerschrankspiegel. Und dann das: die Haut unter meinen Augen hängt herunter. Schwere leere Lappen, das war mir neu. Körper, oder: man lernt nie aus. Wie ich erst schrieb: Körper, moder. Das kommt auch noch.

Was da ist: mein neuer schöner Schreibtisch und ich fühle mich, als hätte ich zu Weihnachten ein neues Videospiel bekommen und will spielen, den ganzen Abend nur spielen, aber dann muss ich ins Bett, und kann ich’s nicht ins Bett mitnehmen? Ich will nicht ins Bett, ich will die Nacht an meinem schönen neuen Schreibtisch verbringen, kann ich ihn nicht mit in mein Bett nehmen? Aber weil ich auf Morgensonne in meiner Dachkammer hoffe, sollte ich schlafen, wirklich, ohne ein langes helles Möbel im Arm. Ohne noch mal hochzuschleichen.

Zu gestern, für Morgen habe ich eine Idee, die funktionieren kann. Mein Plan für #the100daysproject ist, jeden Tag ein kleines Bild zu machen, zu einem Satz, den ich gelesen habe, den ich finden muss. Ohrwurm, Unilektüre, Kindermund oder was auch immer. Aufmerksam sein für Sätze. Auch wenn mich das Doppel-f noch stört: #100daysoffindingwords it is.

31.3.

zu tun –

Eine neue Aufgabe bekommen bei meiner Minijob-Lohnarbeit, weil eine meiner Aufgaben weniger wird und ich soll ja auf meine Stunden kommen. Überweisungsscheine scannen, kein Ding, drei Postkisten voll, es hätten auch sieben Kisten sein können, ich mache es sonntags, wenn ich alleine in dem Büro bin, in dem der Scanner steht, denke, das ist sicher chill: ich kann auf einem Schreibtischstuhl sitzen und Podcasts hören. Pro Kiste brauche ich fast eine Stunde. Und schreie durch die leeren Flure, wenn das dünne Durschlagpapier, das, das ich im Labor so mochte, weil es sich leicht falten lässt, wenn man die Scheine nach privat, kurativ und Vorsorge sortiert, ehe man Abstriche darauf legt, wenn dieses Papier im Scanner steckenbleibt oder sieben davon auf einmal durchrutschen, und ich muss sie rausziehen, um sie noch mal zu scannen, während bereits die nächsten Papiere im Takt nachrutschen. Bin Babysitterin für Papierstau, more or less. Es ist eine seltsame Mischung aus Frustration und Langeweile. Ich weiß noch nicht, wie ich das finden soll: es ist komfortabel verdientes Geld, ist keine körperlich schwere Arbeit, ich kann sitzen, allein sein, mir Zeit nehmen, mich dabei anderweitig entertainen, dafür kann ich dankbar sein, andere arbeiten sehr viel schwerer für das gleiche Geld. Aber es ist auch eine unfassbar stupide Arbeit, und die Frage, was werden könnte, wenn ich die gleiche Zeit dafür aufwenden würde, etwas zu tun, worin ich gut bin, und sogar bezahlt werden dafür?

to do –

Ich mag zeitlich abgeschlossene Projekte, oder Challenges meinetwegen, und bin erleichtert, dass ich dieses Jahr vor dem Beginn des #the100dayproject mitbekommen habe, dass es stattfindet (danke Caro <3). Ab dem 2. April irgendein Ding machen, es jeden Tag auf Instagram dokumentieren, bis zum 2. April Zeit zu überlegen, was dieses Ding sein soll. Schreiben, zeichnen?  Es gibt ja schon ein paar Sachen, die ich jeden Tag mache, mehr oder weniger. Ich schreibe hier, auf 750words.com, kritzele für jeden Tag (nicht immer an jedem Tag) ein Bild vom Tag in einen Wandkalender, übe Rumänisch, oder mache Yoga, auch wenn ich da vor einer Woche rausgefallen bin. Was ich neu machen könnte? Jeden Tag mit der analogen Kamera fotografieren ist quatschi, weil es so lange dauert, die Bilder zu entwickeln. Geige üben? Ohne Unterricht ist das wie gegen eine Wand spielen, aber Videos davon wären sicher witzig. Nähen könnte ich gerne, aber die Nähmaschine rauszuholen, jeden Tag, nicht nicht gerade voraussetzungsfrei. Ich will was machen, was wenig Aufwand ist. Stricken vielleicht, zum Beispiel täglich ein Quadrat, das in 100 Tagen zu einer großen Decke wird? Ja, naja, das ist so unfassbar unkreativ, immer das Gleiche, ich würd auch gerne besser werden in irgendetwas, oder einen Prozess sehen, wenngleich in klein und repetetiv. Was ich schön fände, wäre jeden Tag ein Gedicht schreiben. But beware: uneditierte Gedichte sind schnell superpeinlo. Was ich auch schön fände, wäre was zeichnen, mach ich aber auch schon, und außerdem: was? Also schöner, anders schön, eine Idee, ich muss noch darüber nachdenken. Ein Ding mit Text und Bild. Noch ohne Hashtag. In Quadratform, einrahmbar am Liebsten, auf Papier. Auf der Mansarde steht mein neuer Schreibtisch, noch verpackt, noch nicht aufgebaut. Einen Arbeitsplatz für sowas, für anderes, bis zum 2. April, das bekomme ich hin. 

30.3.

Ich backe um 23 Ubr Brownies und esse sie um Mitternacht. Das Rezept ging auf, ein Video für die besten Brownies ever, mit Testreihen, mit Erklärungen, warum man was machen soll, zum Beispiel den Teig zehn Minuten rühren, damit viel Luft reinkommt. Das ist lange, wenn man das Handrührgerät festhält, statt auf eine Küchenmaschine zu setzen, lang genug, dass ich dabei Serien sehe, mit Untertitel, und immer wieder auf die Uhr sehe, nein, noch nicht, dauert noch ein bisschen. Und wird dann genauso wie im Video, tatsächlich.

Ich räume das teigverklebte Geschirr weg, wische die Arbeitsfläche. Die Brownies sind geworden, wie sie beschrieben sind, gooey, ich weiß nicht ob ich das mag. Außerdem zu süß, kann man das auch unter Textbildschere fassen, vielleicht, dass man Geschmack nicht anhand von Bildern imitieren kann?

Ich scrolle auf dem Sofa rum, mein Partner sitzt auf dem Balkon und spielt Tablet-Games, es sieht aus wie Angry Birds, aber ich habe den Anschluss verloren, man boostet die Vögel mit denen man spielt, dann werden sie größer, stärker, ausgerüsteter, es interessiert mich eigentlich gar nicht. Wir treffen uns in der Küche wieder, es ist plötzlich halb vier Uhr morgens. Dass wir beide noch wach sind, weird, dass er um die Zeit noch wach ist, super weird. Dann fällt mir ein. Da war was, zwischen zwei und drei. Ein Luftanhalten, mehr nicht.

Ich verstecke mich in der Küche, im Dunkeln, als er das kleine Kind weckt, um es umzuziehen, Windel zu wechseln, neue Milch zu bringen. Es soll mich nicht sehen, es soll einfach wieder einschlafen. Und ich kann schlafen gehen beim großen Kind. Oder gar nicht schlafen gehen – denn es ist vier und ich bin müde als wäre es erst zwei. Wach bleiben, bis aus seize the day nach Mittag snooze the day wird. Haven‘t yet made up my mind.

29.3.

Wie ich an der U-Bahnhaltestelle wartete und ein Mann, in einiger Distanz, rumpoltert, schimpft und ich drehe mich um, er sagt das alles nicht zu sich, sondern zu einer anderen Frau, und er sieht nicht gut aus, ist mutmaßlich alkoholisiert. Das, was er sagt, über „Penner“, „ungewaschen“, aber rassistisch to its core, es kommt mir wie Projektion, als sage er über andere, was andere über ihn gesagt haben könnten. Er klappert alle erfindlichen Vorurteile ab, bezieht sich auf andere Menschen am Bahnsteig, etwas weiter weg als ich, aber er ist laut genug, dass alle ihn hören können. Im Bauch ein Knäuel, und ich versuche es zu entzerren, wäge meine Möglichkeiten ab. Was ist effektiv, was ist gefährlich. Zu ihm gehen, sagen: „Hören Sie auf, so einen rassistischen Müll zu erzählen, seien Sie still“? Ich erinnere mich, dass man Leute, die belästigen, nicht direkt konfrontieren soll, ich bin kleiner als er, finde ihn unberechenbar, also was stattdessen? Die Frau, die neben ihm steht, zu der er das alles über andere Menschen sagt, sie steht nah bei ihm, ich meine sie lächelt, aber sie sagt nichts, nicht hörbar jedenfalls. Ich beginne, stellvertretend auf sie wütend zu werden, warum sagt sie nichts, warum geht sie nicht weg, merkt sie nicht, dass sie ihn als Gesprächspartnerin, oder mindestens als Gesprächsfläche legitimiert? Als sie mit mir in die U-Bahn steigt, merke ich, dass sie und er nicht zusammengehören, sie nimmt nicht die nächste Tür, sie geht einen Wagen weiter. Als sie sich mir gegenübersitzt, hat sie feuchte rote Augen. Und ich denke an die vielen Situationen, in denen Männer mir unangenehme Gespräche aufgedrängt haben und ich versucht habe, sie wegzulächeln. Situationen, in denen betrunkene Männer sich übergriffig verhielten, und ich versucht habe, mit Mitleid immerhin innerlich Distanz zu halten. Situationen, in denen ich mich bedroht gefühlt habe, und versucht habe, einfach zu warten, bis sie vorbeigehen. Nicht wirklich eine Strategie, eher ein State of mind, Schmerz aushalten, in der Hoffnung, dass er vor selbst weggeht, wenn man das bei Zahnweh schafft, geht das auch in anderen Bereichen. Ich habe selbst ja nichts anderes gemacht, gewartet bis die Bahn kommt, gehofft, dass er aufhört. Ich frage die Frau, ob alles in Ordnung ist, ob sie weint. Sie sagt, die roten Augen, ach, das sei nur, weil sie so früh aufstehen muss. Ich verstehe es so, dass sie nicht darüber reden will, und das ist okay für mich. Was ich über sie denke und vermute, es könnte auch nur Projektion sein. Als versuche ich mich selbst zu sehen. Was ich sehe ist, dass es jetzt wirklich Zeit ist, einen Kurs zu machen, um zu üben souveräner mit solchen Situationen umzugehen. Es wird nicht die letzte sein.

28.3.

Was ich nie lernen werde: dass es keine fun-time Nachmittagsaktivität ist, einen Familienausflug zu Ikea zu machen. Trotzdem denke ich, bei Sonnenschein und aufgeräumter Wohnung um 15 Uhr, schon wieder: Komm, lass mal zu Ikea fahren, ist bestimmt fun.

Das ist keine Story über Ikea als Ort, der von anderen Menschen zu einer Satreschen Hölle gemacht wird, es ist nur die Story, ohne besonders spannungsreichen Plot, was für eine dumme Idee das ist, wenn man einfach mal eine gute Zeit miteinander verbringen will, dann einfach mal zu Ikea zu fahren, und das auch noch mit Möbelkaufabsicht. Die Autofahrt dahin, super chill, man muss nur sitzen. Der Restaurantbesuch davor, ich will schreiben semi-chill, man sitzt ja auch, aber dann erinnere ich mich an das Baby, das nicht getragen werden will und lieber laufen (eigentlich nicht schlecht) und dabei versucht, alle Kuchen in Laufhöhe anzupatschen (eher schlecht). Es sind wenige Leute unterwegs, so chill dann doch dass beide Kinder durch die Möbelausstellung intervallkrabbeln können, ohne wem im Weg zu sein.

Später probieren wir Möbel aus, in einer recht unterschiedlichen Intensität, so von groß nach klein. Der Mann gar nicht, ich sitze zwei Schreibtischstühle vorsichtig probe, das große Kind will auf ihnen karusellgedreht werden und das kleine Kind will sie umschubsen, drumrumrennen, alle Props aus allen Schubladen rausschmeißen und drei Packungen Whiteboardstifte vor der Brust balancieren. Nicht, dass es dabei nicht charming wäre. Es hält Leuten die Abkürzungsschwingtür auf und will dann selbst auf der anderen Seite verschwinden, die Leute warten natürlich aufmerksam in Babynähe, bis ich es wieder aufgespürt habe. Noch später spielen beide Kinder in der Spielzeugabteilung. Einvernehmlich, im Flow, es ist schön anzusehen, aber die Aussicht darauf, sie rausziehen zu müssen, weil es fünf vor Sandmännchen ist und die Uhrzeit allein auf zwei tickende Zeitbomben hindeutet, die ist nicht so schön. Da spielen sie noch und wissen nichts von der Uhrzeit und ihren Folgen. Das kleine Kind krabbelt durch einen Tunnel und drei junge Erwachsene, die vorbeigehen, sind ganz verzückt, wollen mit ihm schäkern, als es da raus ist, aber es reagiert nicht. Sie geben auf, gehen weiter, da sagt sie zu dem der beiden jungen Männer, der sicher ihr Boyfriend sein wird, so wie sich bei ihm einhakt: „Ich will auch so eins!“ Drei Minuten später hätte sie es schreien hören können, da bin ich dafür, dass wir weitergehen und das Baby nicht, so ist das manchmal.

Am Ende haben wir einen Schreibtisch in zwei riesigen Paketen und Solarlampions für den Garten. Natürlich passen die Pakete nicht ins Auto, denke ich, überlege noch, ob ich das große Kind auf den Schoß nehmen soll oder lieber selbst mit Bus und Bahn heim. Das Baby ist müde und aufgedreht, das große Kind ist aufgedreht und hibbelig, bis einer heult, aber wir passen doch rein, Kind und Kegelbahn. Zweigeteilt durch ein Riesenbrett von Rücksitz bis Armaturenbrett, können uns anschnallen, Schalten geht auch und als wir zuhause nach einem Parkplatz suchen, sind die Kinder schon längst eingeschlafen.

Ich folge jetzt ihrem guten Beispiel.

27.3.

Als Grundschulkind habe ich im Sportunterricht immer (und ausschließlich) gewonnen, wenn wir Meister der Ruhe gespielt haben. Einfach so lange rumliegen, ohne sich zu bewegen, bis die Sportlehrerin das Spiel für beendet erklärt, und wer am Ende noch liegt und nicht voher rausgezogen wurde – Winner! Der eigentliche Gewinn war es aber, einen Platz auf der dicken Sportmatratze zu schnappen, die die sonst mit einem langen Band mit Schnappverschluss an der Wand angeschnallt war, mit Wums umgekippt, ein komfortables kühles Meer und ich tat darauf, als würde ich schlafen. Blieb liegen, als das Spiel schon abgeblasen war, oder versuchte es zumindest. „Frau J., die Nicole ist eingeschlafen!“

Jetzt schlafe ich als einzige nicht, bleibe als einzige übrig im Waschsein, also offiziell. Das Baby erzählt im Schlafzimmer noch Stories, nei nei nei neu na usw., aber da ist das Licht aus, Schlafenszeit, schon seit hundertmillionen Stunden. Das große Kind schläft heute auf einer faltbaren Mitnehmmatratze, ich hab erst „nee, lieber nicht“ gesagt, weil ich fürchtete, das sei zu unbequem, um einzuschlafen, aber es erinnerte mich daran, dass es damit bei der Kitaübernachtung ja auch ganz gut geklappt habe. Touché. So habe ich gleich das ganze schöne 90cm breite Bett für mich, für Meisterin der Ruhe, aber weicher, zugedeckter und so lang wie ich will. Vielleicht.

26.3.

Wie mir schon die Augen zufallen und ich träume, dünn wie durchscheinendes Papier, von neuen unrealistischen Alltagszwängen, die verschwinden, wenn ich die Augen nicht mehr schließe. Rütteln, ein Wachrütteln.

Das Baby im tagelang getragenen Pyjama, ich rieche an den schlafverschweißten Käsefüßchen und nehme noch eine Nase voll, und noch eine.

Träger Tag. Kein Trägertop, um das Haus in sportlicher Absicht, zu verlassen, ich trinke Kaffee in warmen Tassen und lese. Den Ursprung der Welt, endlich. Lese nebenbei, statt die Küche zu machen oder Mails zu schreiben. Was halt so ansteht an dringenden oder wichtigen Aufgaben.

Das Wichtigste, das Dringendste jetzt: rumdrehen, Äuglein zu und träume  dick wie Tonkarton. Egal von was.

25.4.

how to unfuck this —

Das kleine Kind hat Fieber und ich schlafe nicht, um morgen, wenn ich es betreue und nicht Profis, wach und ausgeruht zu sein, ich bin wach und selbst schuld.

But no more!

// und ab.